Angesichts der vom Innenministerium veröffentlichten Zahlen, wonach im Jahr 2025 knapp 3.000 Polizisten im Dienst verletzt wurden – davon fast die Hälfte durch fremde Gewalt – übte der stellvertretende FPÖ-Sicherheitssprecher NAbg. Reinhold Maier scharfe Kritik am zuständigen ÖVP-Minister. Dass Karner als Reaktion auf diesen traurigen Höchstwert lediglich auf den Ausbau von Einsatztrainingszentren verweise, sei ein sicherheitspolitischer Kurzschluss.
„Das ist ein Verrat an jedem Beamten, der auf unseren Straßen seinen Kopf hinhalten muss. Anstatt sich schützend vor unsere Polizisten zu stellen, verhöhnt Karner sie. Seine absurde Logik lautet offenbar: Wenn ein Beamter attackiert wird, war er einfach nicht gut genug trainiert. Karner hat seine Fürsorgepflicht längst über Bord geworfen und kümmert sich nur noch um die Absicherung seiner eigenen politischen Karriere“, kritisierte Maier.
Für die FPÖ liege das Problem keineswegs bei mangelhaft geschulten Einsatzkräften. Die Polizisten würden ihre gefährliche Arbeit tagtäglich hochmotiviert und höchst professionell abwickeln, erklärte der Abgeordnete. Die Ursache für die explodierenden Verletztenzahlen sei vielmehr in der verfehlten Sicherheitspolitik der Systemparteien, allen voran der ÖVP, zu suchen. Es brauche endlich eine spürbare Optimierung der Schutzausrüstung sowie drastischere strafrechtliche Sanktionen für Gewalttäter, die sich gegen die Exekutive richten. Wer die Polizei angreife, müsse die volle Härte des Gesetzes spüren, forderte Maier.
„Natürlich ist eine moderne Infrastruktur für die Ausbildung wichtig, aber wer glaubt, dass ein neues Trainingszentrum die ausufernde Gewalt auf unseren Straßen stoppt, leidet unter völliger Realitätsverweigerung. Unsere Beamten stehen einer immer aggressiveren Klientel gegenüber, die keinen Respekt vor dem Rechtsstaat und seinen Vertretern hat. Diese importierte Gewalteskalation bekämpft man nicht mit Fortbildungsseminaren, sondern mit Konsequenz und bedingungsloser Rückendeckung durch die Politik. Karner ist als oberster Dienstherr ein Totalausfall. Die Exekutive braucht endlich einen Minister, der für sie kämpft, anstatt sie mit billigen Ausreden abzuspeisen!“, so Maier abschließend.